Ein Königreich für ein Gedicht

von

Ein Gedicht, ein Gedicht, ein Königreich für ein Gedicht

wieviel Königreiche gibt es?

königliche Häupter?

wieviel Gedichte schrieb ich?

mehr als vorhandene Reiche?

Ich schreibe daran - hart

immer wieder

 

Wo bleibt du, mein Königreich?

mit Palast

mit gewienerten Böden

mit Lakaien, die mir jeden Wunsch von den Lippen lesen

jeden Abend köstliche zehn-Gänge-Menüs

 

mit Live-Programm, aus meinem Speisesaal übertragen

auf allen Fernsehkanälen

mit Volk, dass mich liebt

ich, in meinem Geldspeicher

bade

in Goldstücken

 

kein Banker warnt:

das Gold

von der Inflation gefressen

 

keine nervenden Streithähne

deren Zwist ich schlichte

 

keine Gespräche, die verstummen,

wenn ich dazu trete

 

keine Leibgarde

 

Wo bleibst du, König.

Königin?

überschreitest nicht die Grenze zu

meinem

Reich

 

seht nicht meinen

Reichtum

die Formen, Farben

das Spiel der Sonnenstrahlen

 

hört nicht das Wispern

der Müsik

das Rauschen des

Verkehrs

 

die Kraft der

Stille

 

Nur Bumm Bäm?

 

Niemand muss meine Wünsche kennen

nicht, dass er den Kopf verliert

kopflos wird

 

Was wünschte ich mir?

In der Küche stehen,

Spiegeleier wenden?

 

Wer weiß.

 

Behalt dein Königreich!

 

 

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